Ressourcenorientierte Biografiearbeit - Kraftquellen & Wurzeln

@biografiearbeit mflury

In der ressourcenorientierten Biografiearbeit beschäftigen wir uns damit, was uns gesund hält und  Kraft gibt, um Krisen und Rückschläge zu überwinden. Mit dem Blick auf unsere Vorfahren erforschen wir besonders, wie sie widrige Lebensumstände und Belastungen überwunden haben, sowohl körperlich als auch seelisch und mental und was sie uns damit schon vorgelebt haben.

Biografisches Coaching findet immer mehr Nachfrage und Resonanz. Besonders in Situationen von Umbrüchen und Lebenswandlungen ist das Bewusstwerden eines roten Fadens, der sich durchs Leben zieht, oft der Schlüssel zu neuer Lebendigkeit und Sinnfindung. Wenn wir unseren eigenen Lebensweg mit dem mutigen Blick auf vorherige Generationen anschauen, entdecken wir oft uralte Lebensspuren und Kraftquellen, die auch uns zur Verfügung stehen.

Mit meiner Arbeit möchte ich Möglichkeiten aufzeigen, den Blick für diese Zusammenhänge zu schärfen und Ressourcen und Kraftquellen für die eigene Entwicklung wieder nutzbar zu machen. So können Sie sich neu orientieren und Ihr ureigenes Potenzial entfalten. 

"Unsere Lebenswege sind einzigartig und wir gestalten sie in einem lebenslangen Prozess."

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Biografische Beratung für Einzelpersonen@biografisches coaching mflury

Lassen Sie sich überraschen, welche Antworten Sie auf Ihre Lebensfragen und zu aktuellen Themen erfahren können, in der biografischen Arbeit. Prägungen, geheime Aufträge oder Hindernisse können erkannt und wieder selbstbestimmt gestaltet werden. Kraftquellen können Sie erforschen und mit Klarheit Ihre nächsten Schritte planen. Biografisches Coaching ist mehr als eine Abenteuerreise zu Ihrer persönlichen Wurzelkraft. Sie lernen viel über sich selber, die Auswirkungen Ihres unsichtbaren Familiennetzes und können in Klarheit und selbstbestimmt Ihre Zukunft vitalisieren und gestalten.

Machen Sie sich jetzt auf Ihren Weg

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Mehr zu Biografiearbeit

767 Tage - "Hat das etwas mit mir zu tun?"

Auf der Suche nach Kraftquellen, Ressourcen und Antworten auf Fragen, die mich gerade beschäftigen bin ich vor Kurzem auf »767 Tage» gestossen. Eine Zahl die mich unendlich beflügelt und ermutigt und mich immer wieder daran erinnert, welche Kraft in mir und meinen Wurzeln steckt.
Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was daran so besonders ist.


Die Antwort ist eine kleine Geschichte

@familiengeschichten mfluryAm 08. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg und ja ich wusste, dass mein Vater in jungen Jahren in Kriegsgefangenschaft war und irgendwie von dort fliehen konnte, wie viele andere auch.
Doch jetzt wollte ich das mal genauer wissen und ging dem Ganzen nach. Er hatte es irgendwo aufgeschrieben und ich konnte in die Tagebuchnotizen eintauchen. Am 07. April 1945 (also 1 Monat vor Kriegsende) wurde mein Vater mit 17 Jahren überhaupt erst in die Wehrmacht einbestellt! Er gehörte zu der Generation, die noch als «Kanonenfutter» an die Front geschickt wurden. Zu seinem Glück – oder auch Pech kam er sofort in Kriegsgefangenschaft nach Frankreich. Es waren etwa 3000 Menschen in dem Lager und sie wurden übel behandelt und «dezimiert durch Verhungern» Mein Vater, über 190 cm gross, wog noch 45 kg, doch in all dem Grauen, gab es irgendwo immer wieder Menschen, die ihm ein Stück Brot zusteckten und so wahrscheinlich sein Leben retteten.

 

Eine für heute unvorstellbare Zeit und Tortur, doch nach 767 Tagen gelang ihm die Flucht. In nächtelangen Märschen, durch alle besetzten Gebiete zurück in seine Heimat und zu seiner Freundin. Er floh mit einem Kameraden, der leicht verletzt war und den er über die weite Strecke mitnahm. Ihn zurückzulassen war nie eine Option!

Ich hatte Gelegenheit mit Prof. DDr. Helm Stierlin darüber zu sprechen, er ist aus der gleichen Generation und sein erster Satz war «Es tut mir wirklich sehr leid, dass Ihr Vater in Gefangenschaft war»

Stille … ich war tief berührt
Noch nie hatte mir jemand gesagt, dass es ihm leid täte, dass mein Vater so lange in Kriegsgefangenschaft war und ich spürte augenblicklich, wie viel das alles mit mir zu tun hat. 

Nach 767 Tagen war ihm die Flucht gelungen, er hatte es geschafft und ich bin die Tochter eines Gewinners! 

Daran denke ich jetzt oft, wenn ich Kummer habe oder ungeduldig bin.

"Stell dich doch nicht so! an!"
Das Durchstehen der Gefangenschaft und die Flucht gelang meinem Vater nur mit eiserner Disziplin und Willenskraft, Gefühle hatten da keinen Platz!
Genau das warf ich ihm später immer vor: Keine Gefühle, immer nur Disziplin und Angst hatte "man" nicht… , dabei hatte er mir damit seine beste Lebens- und Überlebensstrategie mit auf den Weg geben wollen.

Ich habe viele Antworten gefunden… und neue Fragen: Wie konnte er überhaupt sein Leben meistern? Er hatte ein gutes Leben, bis er mit 84 Jahren vor einigen Jahren verstarb.

Die Geschichte ist hier kurz zusammengefasst, um auch Sie vielleicht daran zu erinnern, dass Sie unendliche Kraftquellen in Ihren Wurzeln finden können und nicht alles, was im "Kleid" von Unglück und Missgeschick erscheint nur ein Übel ist. 

767 Tage!!!

Ich arbeite seit einigen Jahren mit Klienten an ihren biografischen Wegen und Entdeckungen und hatte jetzt viele Monate Gelegenheit mich mit der Familientherapeutin Dr. Satuila Stierlin, die auf Biografiearbeit spezialisiert ist auszutauschen, an eigenen Geschichten zu arbeiten, ein Seminar mit ihr vorzubereiten und viel von ihrer Arbeit zu lernen.

Wenn Sie in Ihrer eignen Familiengeschichte lesen möchten, Geschehenes neu verstehen und beseelen, können Sie mich gerne kontaktieren. info@martina-flury.ch 

Gutes Gelingen Ihre Martina Flury

Martina Flury
Ausbilderin eidg. Fa
Dipl. syst. Coach :)
Dipl. psychologische Beraterin
Zert. Businesscoach/ Prozessbegleiterin




Kontakt - Info - Termine:
info@martina-flury.ch
Tel.: 076 515 05 58
Martina Flury
 
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